Das Buch: „Johann Bernhard Stuniken“

Leben und Wirken eines Hammer Kaufmanns und Erfinders zu Zeiten der Auflärung

Zum Inhalt:

Der Hammer Kaufmann, Unternehmer, Erfinder, Fabrikant, Bauherr und Patriot J.B. Stuniken, der „Bürger und Kaufmann in Hamm“ hat in seiner Zeit, dem preußischen 18. Jahrhundert, auf Grund seiner vielen Aktivitäten und auch wegen des Baus seines eigenen „Stuniken-Hauses“ an der Antonistraße in Hamm als ein bedeutender westfälischer Zeitgenosse gelebt und gewirkt. Dieses Buch beschreibt sein Wirken und betrachtet die Zeit in der er lebte.

Hintergrund:

Dieses Buch wurde von Dr. Gerhard Kaldewei verfasst und ist der Nachfolger des Buches „Stuniken und Vorschulze. Zwei Hammer Bürgerhauser“ welches inzwischen leider vergriffen ist. 

Da das Stunikenhaus eines der wenigen erhaltenen historischen Baudenkmähler der Stadt Hamm ist, welches Stadtbrände, Weltkriege und den späteren städtebaulichen Kahlschlag  überlebt hat, dürfte dieser Band für Viele einen interessanten und faktenreichen Lesestoff bieten.

Zum Buch selbst:

Paperback, 140 Seiten, ISBN 978-3-7308-1430-7, Preis: 19,80 €

  • Johann Bernhard Stuniken (1702 – 1784), gebürtig aus Hamm in Westfalen, war ein interessanter Mann, der aus eigener Tüchtigkeit im Kampf gegen den herrschenden Familienklüngel und die Beamtenschaft aufstieg. Er hat sich als Brandmeister vergeblich um Einführung ausreichender Brandschutzmaßnahmen und um eine wirtschaftliche Gesundung der Stadt bemüht, sich nach vielen Demütigungen resigniert zurückgezogen und sein Vermögen gemehrt. Sein erfinderischer Geist lässt ihn als einen Vorläufer der Industrialisierung erscheinen, ab der seine Nachkommen Kloenne ihren Anteil hatten. Er wollte Mühlen nicht nur zum Kornmahlen, sondern nach holländischem Vorbild ‚Mühlen zu allerhande Sachen‘, also Maschinen einführen.

    G. Wunder
Titelseite des Buches "Johann-Bernhard Stuniken"
Titelseite des Buches "Johann-Bernhard Stuniken"

Ein Blick ins Buch:

  1. Kampf mit allen Elementen: Feuer – Wasser – Luft und Erde.

Der aufgeklärte Hammer Kaufmann, Unternehmer, Erfinder, Bauherr und preußische Patriot Johann Bernhard Stuniken – sein Leben, seine Zeit im 18. Jahrhundert

Der im Oktober 1702 in der preußisch-westfälischen Stadt Hamm gebürtige Johann Bernhard Stuniken (1702-1784) schrieb nur wenige Zeit vor seinem Tode am 16. Juli 1783 von Hamm aus als aufgeklärter Kaufmann, Unternehmer und Erfinder einen Brief an den „Hochedlen … Magistrat der Stadt Lippe [Lippstadt]“ und machte dort – zum wiederholten Male im Verlauf seines langen Lebens – ein Verkaufs-Angebot hier über Brandleitern und rheinländische Mühlsteine: dabei erinnerte Stuniken daran, dass er schon vor 15 Jahren [um 1768] „der dasigen Korn Mühle [in Lippstadt] einige [entsprech.] rheinländische Bau Steine geliefert habe“; jetzt müssten allerdings doch besser „solche von Frankfurt kommen.“1

Zu der unweit von Hamm an der Lippe befindlichen Lippestadt hatte jener Johann B. Stuniken fast zeitlebens eine enge persönliche und wohl auch geschäftliche Beziehung gehabt. Seine erste Ehefrau Friedericke Dorothea Voogd (gestorben 1743) stammte aus einer alten ratsfähigen, westfälischen Familie in Lippstadt – Johann B. Stuniken und Friedericke D. Voogd heirateten dort am 5. August 1731 in der reformierten „Garnisonskirche“, der ehemaligen Augustinereremiten-Brüderkirche. Seine Ehefrau Friedericke Voogd war zuvor fünf Jahre lang „in Stellung“ in Frankfurt gewesen.² Der vormalige Lippstädter Bürgermeister Daniel Voogd war schon ein enger Geschäftsfreund von Johann Bernhard Stuniken (d. Ä.) (1671-1743) gewesen. Der Vater J. B. Stuniken hatte 1701 in der reformierten Hammer Stadtkirche, der „Großen Kirche“ (der heutigen Paulus-Kirche), Anna Brinkhem aus Hamm geheiratet. Aus Freude zur Geburt seines erstgeborenen Sohnes Johann B. Stuniken im Oktober 1702 schenkte der stolze Vater J. B. Stuniken (d. Ä.) seiner eigenen reformierten Gemeinde in Hamm eine Summe von zehn Reichstalern.³ Johann B. Stunikens Neffe, Daniel Bertram Voogd aus Lippstadt, lebte und arbeitete als Kaufmann in der niederländischen Metropole Amsterdam.4 Auch der aus Soest stammende frühere Lippstädter Bürgermeister (ab 1770) und Schriftsteller Johann Anton Arnold Möller (1731-1806), der später (ab 1793 und bis 1806) Zweiter Bürgermeister der Stadt Hamm war, hatte sicher persönliche und wirtschaftliche Verbindungen sowohl zu Johann Bernhard Stuniken (d. Ä.) als auch zu dessem Sohn Johann B. Stuniken in Lippstadt wie auch in Hamm.5 Der Vater von J. A. A. Möller, Johann Theodor Möller (1705-1763) aus Werdohl im Sauerland, und dessen Ehefrau Clara Catharina Zahn aus Lippstadt, besaßen übrigens zuerst in Warstein und später dann auch weitere Kupferhämmer in verschiedenen westfälischen Orten sowie insbesondere den Kupferhammer in Brackwede bei Bielefeld, den J. A. A. Möller nach seiner eigenen kaufmännischen Ausbildung in Bremen und Frankfurt am Main als Unternehmer übernommen hatte. Möller heiratete 1759 Maria Catharina Nottebohm, die auch aus ratsfähigem Geschlecht in Lippstadt stammte, in Lippstadt.

 

Die Tantiemen aller hier vorgestellten Bücher fließen vollständig an diese Stiftung.

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