Das Buch: „panta rhei“

Eine etwas andere Firmengeschichte

Zum Inhalt:

Firmengeschichten sind in aller Regel hübsche, entzückend positive, leider aber auch oft langweilige Erfolgsgeschichten. Diese wird anders. Hier geht es um ein fünf Jahrzehnte währendes und überaus ereignisreiches Abenteuer mit unzähligen Höhen und Tiefen. Es geht um den kurvenreichen Weg eines kleinen Münsterländer Garagenbetriebes zum international tätigen börsennotierten Industrieunternehmen.

Hintergrund:

Bücher dieser Art haben mit der Realität oft wenig zu tun. Um das zu vermeiden wurde und wird das Skript in den unterschiedlichen Phasen der Entstehung immer wieder zahlreichen aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern zur Ergänzung und Korrektur vorgelegt. Gleiches gilt auch für externe Personen die das Unternehmen in den unterschiedlichsten Positionen in den vergangenen 50 Jahren begleitet haben.

Es wird, wie immer, am Ende eine unterhaltsam und humorvoll erzählte Geschichte werden, die hier und da zum Nachdenken anregen kann und bei der, wer will, sogar bisweilen etwas lernen kann – und sei es nur wie man es nicht macht. Die wirklich spannenden Geschichten schreibt nun mal das Leben selbst.

Zum Buch selbst:

Umfang ca. 200 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, ISBN und Preis stehen noch nicht fest.

 

Coverfoto des Romans "panta rhei"
Titelseite des geplanten Romans "panta rhei"

Ein erster Blick ins Buch:

  1. Kapitel

Mut und Wahnsinn

Eine freie Garage reicht – vorerst.

(1970-1974)

„Es ist besser unvollkommen anzupacken als vollkommen zu zögern.
Thomas A. Edison
(1847-1931)

Die Gründung eines Unternehmens ist ein Akt unbändigen Mutes und vielleicht auch einer gehörigen Portion Wahnsinn, Aspekte, die in der Regel fröhlich einhergehen. Der Wunsch, ein Unternehmen sein Eigen nennen zu können, sich und seine Ideen zu verwirklichen, erscheint in den Köpfen der oder des Gründenden in leuchtenden Farben. Er macht die Sicherheit und Annehmlichkeiten des Angestelltendaseins vergessen und blendet die großen Risiken einer Selbständigkeit fast vollständig aus. Das ist auch gut so, denn sonst würden sich bald keine Wagemutigen Menschen mehr finden die nun mal die erfolgreiche Wirtschaft eines Landes ausmachen. 

Harsewinkel als den Nabel der Welt zu bezeichnen erscheint gewagt. Es liegt mit seinen gut 24.000 Einwohnern so ziemlich auf der Mitte zwischen Gütersloh und Münster und man hat fast den Eindruck, dass das ganze Dorf sich um den größten Arbeitgeber schart: der Firmenzentrale und des Hauptproduktionsstandorts der Fa. Claas OHG[1]. Deren Mähdrescher und Landmaschinen sind das weltweit bekannte Produkt dieser Kleinstadt, haben sie über mehr als ein Jahrhundert geprägt und tun das auch heute noch.

Hier arbeitete seit dem 1.10.1961 der junge Ingenieur Franz Böhnensieker als Baugruppenleiter. Sein Aufgabengebiet bestand, wie nicht anders zu vermuten, in der Konstruktion von aufwendigen und leichten Blechkonstruktionen. Ein Mähdrescher ist nun mal eine ziemlich große Arbeitsmaschine, die eine technisch komplexe Tätigkeit auf dem oft weichen Boden eines Feldes verrichten soll ohne dabei in Selbigem zu versinken.

Geboren wurde Böhnensieker am 19.6.1933 als erstes von später bemerkenswerten 7 Kindern eines Stellmachers und Nebenerwerbslandwirts in noch tieferer Provinz, nämlich in Wellingholzhausen, einem kleinen Ort im nicht sonderlich weit von Harsewinkel entfernten Teutoburger Wald. Nach der Schulausbildung, die damals nach 8 Jahren üblicherweise schon ihr frühes Ende fand, lag für den technisch interessieren Jungen vom Lande eine Ausbildung zum Landmaschinenschlosser bei einem lokalen Kleinunternehmen[2] nahe.

Nach Abschluss dieser Lehre im Jahre 1951 blieb er noch zwei Jahre dort als Geselle. Dann zog es ihn in die große Stadt, was in dieser Gegend Osnabrück bedeutete und nahm eine Stelle als Monteur bei der dortigen Landwirtschaftlichen Zentralgenossenschaft, Abteilung Landmaschinen an. Hier machte zur gleichen Zeit ein junges hübsches Mädchen eine Ausbildung zum Großhandelskauffrau, der er auch bald den Hof machte – ein Ausdruck, der in dieser bäuerlichen geprägten Gegend seiner eigentlichen Bedeutung weitaus näherkommt als sonst irgendwo. Dieses Mädchen mit Vornamen Josy wird uns im Verlaufe der nächsten Kapitel dieses Buches noch öfter begegnen. Sie würde später seine Frau werden und tauchte in der Fußzeile von Rechnungen und Briefbögen sogar manchmal als Geschäftsführerin auf, dann aber oft unter ihrem „richtigen“ Namen Josepha, den weder sie noch irgendjemand anderes je nutzte.

Fünf Jahre verbrachten die beiden quasi gemeinsam in diesem Unternehmen, Franz in der Werkstatt und Josy im Büro. Immer, wenn Josy zur einzigen Mitarbeiter-Toilette des Betriebes musste, führte sie der Weg durch die Werkstatt, von Franz Böhnensieker aufmerksam beobachtet. Erste Verabredungen folgten schnell und ein junges Glück nahm seinen Lauf.

[1] Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 2015 ca. 3,38 Mrd. €; Quelle: Geschäftsbericht des Unternehmens

[2] Fa. Stieve Landtechnik, Wellingholzhausen

Die Tantiemen der Bücher fließen zu 100 % an diese Stiftung.

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